Zu diesem Ergebnis kommt die Reiseanalyse der unabhängigen Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die heute auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin veröffentlicht wurde. Danach stieg die Zahl der Reisen 1997 um eine Million auf 62,2 Millionen an. Auch für 1998 hätten die Verbraucher wieder stärkere Reisabsichten.
Der Zuwachs des vergangenen Jahres ist der Analyse zufolge vor allem westdeutschen Senioren und Personen mit einem Einkommen über 5.000 Mark zu verdanken. Die Ostdeutschen hingegen, deren Buchungen 200.000 Millionen zurückgingen, waren wegen der schlechteren Wirtschaftslage von dem Aufwärtstrend noch abgeschnitten.
Als Zielländer verloren die Nachbarn Deutschlands laut FUR Marktanteile, während die Bundesrepublik selbst mit einem leichten Anstieg auf 31 Prozent ihren Spitzenplatz ausbaute. Auf den Plätzen landeten Spanien (13 Prozent), Italien (neun Prozent) und \sterreich (sieben Prozent). Die Renner früherer Jahre, Mallorca und Ibiza, erreichten nur sechs Prozent, nur wenig mehr als Schleswig-Holstein (vier Prozent).
Den größten Zuwachs in den vergangenen Jahren verzeichnete die Türkei, die sich von annähernd null Prozent Marktanteil in den 70er Jahren auf vier Prozent 1997 vorarbeitete. Alle anderen Ziele einschließlich USA, Karibik und Dominikanische Republik hatten geringere Marktanteile.
1997 gönnten sich rund 47 Millionen Bundesbürger einen Urlaub, 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Zwar nahm die Zahl derjenigen leicht ab, die zwei und mehr Reisen unternahmen. Dafür stieg der Anteil derer, die schon jetzt für 1998 eine Urlaubsreise fest geplant haben. Konkrete Vorhaben hatten im Januar schon 69 Prozent, ein Jahr zuvor waren es erst 67,2 Prozent.
Türkei Reisen werden in den nächsten Jahren zunehmen. |