Kroatien Jugoslawien . Belohnte Müh' JAHRTAUSENDELANG folgte der Fluß Pitka in Slowenien dem gleichen unterirdischen Lauf. Dann, nach irgendeiner geologischen Erschütterung, versiegte er oder suchte sich ein anderes Bett, und als er den weiten, höhlenreichen Weg, auf dem er grollend dahin gerauscht war, der großen Stille überlassen hatte, Kroatien kamen die Menschen und durchforschten die gähnende, eisige Finsternis. Sie entdeckten mehr als zwanzig Kilometer Tropfsteinhöhlen – Postojna –, in die sich nun immer neue Besucherströme ergießen. Seit der Fluß verschwunden ist, haben sie Zeit, hier bewundernd herumzuspazieren, wozu ihnen wohl noch ein paar weitere Jahrtausende zur Verfügung stehen. Doch die Stalaktiten und Stalagmiten wachsen Tropfen um Tropfen einander entgegen, sie werden dicker und verschmelzen, diese rinnende Kroatien Leere ist dazu bestimmt, sich unmerklich aufzufüllen. Kroatien Die Führer werfen einem schwere Schutzmäntel über die Schultern und verwandeln dadurch die äußere Erscheinung der Besucher, aber auch ein bißchen ihre Kroatien Seele. Dann läßt man sich zwei und zwei auf den feuchten Bänken der Kleinbahnwagen nieder, und der Miniaturzug taucht langsam ins Unbekannte hinab. Am Anfang sieht man wenig, denn der Temperaturunterschied bildet einen Nebel, den die Scheinwerfer nur mit Mühe durchdringen. In hatten Stößen, bei denen man die Hände um die Armlehnen krampft, fährt der Zug 46 durch immer neue Wolkenschwaden. Phantastisch umwallen sie schimmernde Kroatien |