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Silvester zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Die Party am Brandenburger Tor in Berlin gilt als die größte in Deutschland und zieht zahlreiche Touristen in die Hauptstadt. Aber auch andere Städte bieten die Chance auf einen unvergesslichen Jahresabschluss. Andere Länder, andere Traditionen: In Österreich erklingt überall der Donauwalzer als heimliche Nationalhymne, in Griechenland greift an Silvester die Spielwut um sich.
Zur Party am Brandenburger Tor werden bis zu eine Million Besucher erwartet. Getränkestände, Bratwurstbuden, Festzelte und Musikbühnen reichen auf zweieinhalb Kilometern von der Siegessäule im Westen bis fast zur Friedrichstraße im Osten des frisch renovierten Brandenburger Tores. Auf insgesamt sechs große Bühnen und in zehn Festzelten sollen unter anderem Musikbands wie Bro'Sis, die Puhdys oder Right Said Fred auftreten und 16 DJs auflegen. Mit privaten Feuerwerkskörpern darf jedoch nur auf eigens eingerichteten «Abbrennplätzen» am Rande der Veranstaltung geknallt werden.

Ans Wasser lockt es die Menschen in Hamburg und Köln. An den Landungsbrücken an der Elbe ertönen in der Hansestadt um Mitternacht die Schiffssirenen, knallen Sektkorken, Böller und Raketen. Danach geht es zum Feiern auf die Reeperbahn. In Köln biegen sich acht Brücken unter dem Partyvolk: «Die Brückenparty in Köln ist schon seit vielen Jahren legendär», sagte eine Sprecherin von Köln Tourismus. Doch nicht nur am Wasser, auch darauf wird gefeiert: Auf Rhein und Bodensee schippern festlich beleuchtete Schiffe ins neue Jahr. Auf manchen wird gepflegt gegessen und Operngesang gelauscht, während auf anderen Party pur angesagt ist.

Über dem Lichterregen der Feuerwerke schweben die Passagiere einer Boeing 737 in der Silvesternacht in Köln: Die Chartermaschine zieht auf einem Rundflug zum Jahreswechsel ihre Kreise über der Stadt. Hoch über den Knallern, aber trotzdem mit relativ festem Boden unter den Füßen feiern die Gäste im Restaurant des Mannheimer Fernsehturms in 125 Metern Höhe und im Telecafé des Berliner Fernsehturms in 207 Meter Höhe. Die Raketen, die meist nur auf gut 30 Meter Höhe kommen, sähen von dort oben aus wie ganz kleine Sternschnuppen oder Glühwürmchen, erklärte der Berliner Turm-Chef Hartmut Wellner.

Unruhige Geister sind in Hannover willkommen: Gleich mehrere Partys auf einen Streich bietet das «Silvester-Hopping» der niedersächsischen Landeshauptstadt. Erwartet werden bis zu 10 000 Partyhungrige, die mit nur einem Ticket auf sechs Silvesterfeten tanzen können.

Auf ein schützendes Dach über dem Kopf verzichten bis zu 15 000 Partylustige in Leipzig: Sie feiern rund um das Völkerschlachtdenkmal. Das 91 Meter hohe Wahrzeichen dient um Mitternacht als Projektionsfläche für eine Lasershow zum 125-jährigen Geburtstag des Leipziger Zoos. Auch die Potsdamer zieht es traditionell nach draußen: Auf der Terrasse des Schlosses Sanssouci knallen wieder Sektkorken und Böller.

Genauso abgehärtet gegen die kalte Nachtluft scheinen die Feiernden im Nachbarland Österreich zu sein: Hunderttausende verbringen alljährlich den Jahreswechsel auf den Straßen der Wiener Innenstadt. Rund um Stephansdom und Rathaus säumen Dutzende Buden und Festzelte den von der Stadtverwaltung organisierten «Silvesterpfad». Tradition ist es, zu den Klängen des Donauwalzers ins neue Jahr zu tanzen. Punkt Mitternacht wird zu diesem Zweck auf allen Radio- und Fernsehkanälen die heimliche Hymne des Landes gespielt.

Nicht Tanzen sondern Zocken haben die Griechen an Silvester im Sinn: Black Jack, Roulette, Poker, alles wird gespielt. Und zwar nicht nur im Kasino. Ganze Familien - auch Kinder - sind bis in die Morgenstunden dabei. Millionen werden jedes Jahr in der Nacht zum 1. Januar verspielt. Der Brauch stammt angeblich aus dem Altertum. «Tyche», die antike Göttin des Glücks, soll zeigen, wem in den kommenden 365 Tagen Geld, Gesundheit, berufliches und persönliches Glück beschert wird.



 
Griechenland GRIECHENLAND
lich eine Schnute, daß sie »die Schmollende « Griechenland heißt; aber das Aufstülpen der Lippen wirkte weniger reizvoll, wenn es nicht auf einer Seite leicht betont würde. Und auch keine Schramme ist es, die den Eindruck erweckt, ihr rechtes Auge sei weiter geöffnet als das linke. Und selbst ein so berühmtes Beispiel wie der Hermes des Praxiteles führt zu ähnlichen Schlüssen: man sieht deutlich, daß sein Lächeln den Schwung der Oberlippe nach rechts hin stärker hervorhebt. Wohltuende Unregelmäßigkeiten – denn sie verleihen den Gesichtern Ausdruck und Seele.
Vor der Mannigfaltigkeit der Formen, die die Schönheit hier angenommen hat, zögert man, Werturteile zu fällen. Und doch brauchen uns diese Denkmäler Griechenland. Selbst wenn wir sie nicht ganz so lieben, wie sie geliebt werden müßten – unsere Leidenschaft erweckt und beseelt sie. Ihr Weiterleben nährt sich aus all den Griechenland Blicken, die Wärme auf ihnen zurücklassen, aus den kleinen Schreien junger Mädchen, die so leicht zur Bewunderung bereit sind, aus dem melancholischen Schweigen der Alten.
Ich gestehe, daß ich eine Vorliebe für die Grabstelen habe. Einige befinden sich noch in der Nekropole am Kerameikos an der Stelle, wo sie aufgerichtet wurden, die kostbarsten sind in der Obhut Griechenland
 

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