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http://www.luftwerbungnord.de  - Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2005




  


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Als Drehkreuz zwischen Europa und Asien soll der neue Athener Großflughafen für Arbeitsplätze sorgen und den Tourismus in Griechenland ankurbeln.
Durch das Großprojekt, das am Samstag von einem Konsortium unter Führung des Essener Baukonzerns Hochtief offiziell übergeben wurde, sollen lange Wartezeiten und Verspätungen schon bald der Vergangenheit angehören.
Nach einem fünfmonatigen Probebetrieb wird der neue Großflughafen als Griechenlands derzeit größtes Infrastrukturprojekt rechtzeitig zum Start in die Sommersaison am 1. März 2001 den Betrieb aufnehmen. Der neue Flughafen gilt auch als eines der wichtigsten Verkehrsprojekte bei den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in der griechischen Hauptstadt im Jahr 2004.
Rund 16 Millionen Passagiere sollen künftig in dem neuen Großflughafen jährlich starten und landen. Bis zu 6 000 Passagiere pro Stunde sollen in Spitzenzeiten an 140 Schaltern im Hauptterminal und den Nebengebäuden abgefertigt werden. Starts und Landungen können bei Bedarf auf den beiden Pisten im Minutentakt erfolgen.
Durch zusätzliche Ausbauschritte kann die Kapazität des neuen Airports auf jährlich bis zu 25 Millionen Fluggäste gesteigert werden. Mit rund 11,5 Millionen Passagieren pro Jahr hatte der alte Athener Flughafen «Hellinikon» längst seine Kapazitätsgrenze erreicht. Bereits vor 25 Jahren war die Entscheidung zum Bau eines neuen Flughafens gefallen.
Nach dem Zuschlag für das Konsortium unter Führung des größten deutschen Baukonzerns war das Projekt in 51 Monaten für rund 1,67 Milliarden Euro (3,26 Milliarden DM) schlüsselfertig hochgezogen worden. Täglich bis zu 5 000 Beschäftigte hatten auf der riesigen Baustelle rund 25 Kilometer östlich des Athener Stadtzentrums gearbeitet. Während des Baus waren vier Unfälle mit Todesfolge zu beklagen.

Auf dem Bauplatz der westlichen Landebahn wurde die historische St. Peter-Kapelle angehoben und auf Schienen fast 400 Meter weiter transportiert. Aus Flugsicherheitsgründen wurden vier Millionen Kubikmeter Fels von dem im Nordosten des Flughafens gelegenen Zagani- Hügel entfernt. Die Hügelkuppe wurde damit um 43 Meter abgetragen. Insgesamt wurden in der Bauphase 27 Millionen Kubikmeter Erde bewegt - das entspricht einer Lastwagenkolonne vom Nordpol bis zum Südpol.

Nach der Fertigstellung des vorwiegend in den griechischen Nationalfarben blau und weiß gehaltenen Baus bereitet nun eine Betreibergesellschaft mehrere hundert Mitarbeiter auf den offiziellen Betriebsstart im Frühjahr vor. Vom ersten Tag an soll jeder Handgriff bei der Betreuung der Passagiere und der Abfertigung der Maschinen und des Gepäcks sitzen.

Auch der Essener Baukonzern Hochtief bleibt zunächst für weitere 25 Jahre als Mitglied der Betreibergesellschaft mit im Boot, bevor der Flughafen endgültig an den griechischen Staat übergeben wird. Einnahmen aus Flughafengebühren sowie aus der Vermietung von Läden, Restaurants und Büros sollen für Hochtief eine Rendite auf das eingesetzte Kapital im «zweistelligen Prozentbereich» sicherstellen.
Für den Essener Baukonzern gilt der neue Airport als Renommier- Projekt im neuen Geschäftsfeld Flughafenbau. Mit den Bau und Betrieb von Flughäfen will sich das Unternehmen ein lukratives Standbein neben dem von starken Schwankungen geprägten traditionellen Baugeschäft schaffen

 

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